Eine Ausstellung läuft an – Rückblick Teil III

AusstellungDie Ausstellung ist seit Mitte Februar eröffnet, die Arbeit geht jedoch weiter. Damit die Düsseldorfer im großen Stil auf die Ausstellung aufmerksam wurden, haben wir Großplakate mit dem Logo im Stadtraum plakatiert. Dank der MOPLAK GmbH und der Düsseldorf Tourismus GmbH konnten wir diese Aktion bis jetzt schon mehrfach widerholen. Zusätzlich zu den Plakaten, hat Prof. Korfmacher uns auch einen kleinen Werbeclip produziert, der auf Infoscreens in der U-Bahn-Haltestelle Heinrich-Heine-Allee lief.

Die Keyworker des Stadtmuseums haben die Großplakate im Stadtraum für uns fotografisch festgehalten.

Den Werbeclip gibt es auf unserer Facebook-Seite zu sehen.

Kurz nach der Eröffnung lief auch schon das Rahmenprogramm zur Sonderausstellung an. Eine Gruppe unserer Keyworker – die sogenannte Lesegruppe – hat einen buntgemischten Nachmittag zum Thema Werbung konzipiert. Unter dem Titel „Geheime Verführung? Werbung – wie entsteht sie, wie beeinflusst sie uns?“ wartete die Veranstaltung am 7. März mit Lesungen, einem Interview mit Design-Studentinnen der Hochschule Düsseldorf und ehemaligen Werbern, die aus ihrem damaligen Arbeitsalltag erzählten, auf. Das Thema wurde aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, so dass den Besuchern sowohl ein historischer, als auch ein aktueller Blick auf die Werbebranche ermöglicht wurde. Großes Erstaunen verursachte der Text „Himmelsschreiber“, gelesen von einer Keyworkerin. Sie schaffte es, die wundersame Art der Persil-Werbung am Himmel über Berlin als unglaublichen, einmaligen Werbegag darzustellen. Und der Zuhörer fragte sich „Warum gibt es das heutzutage nicht mehr?“

07_IMG_4811Zita Götte im Gespräch mit Studentinnen der Hochschule Düsseldorf

Am 23. März stand dann bereits der nächste Programmpunkt im Kalender. Christoph Pöggeler hielt einen Vortrag zu seinen Säulenheiligen, die im Düsseldorfer Stadtraum omnipräsent sind. Anlass dafür war, dass seine Säulenheiligen auch in der Ausstellung vorkommen, da sie auf Litfaßsäulen zu finden sind – und dieses Stadtmöbel zur Verbreitung der Werbung im öffentlichen Raum einen nicht unerheblichen Beitrag leistete. In seinem Vortrag ging Christoph Pöggeler vor allem auf die Geschichte und Bedeutung des ersten historischen Säulenheiligen Symeon ein, der im fünften Jahrhundert in Syrien lebte und der seine Arbeit ganz maßgeblich beeinflusste. Aber auch zur Idee für das Projekt und zur Entstehung der Figuren erfuhr der Zuhörer so einiges.


Kurz danach bekamen wir dann unerwarteten Besuch von SAT.1, die mit der Kuratorin Stefanie Weißhorn ein Interview führten. Aufmacher war ein Wahlplakat der CDU zur Landtagswahl 2017, das den gleichen Slogan verwendet wie eines der SPD von 1994. Den Link zu dem Clip findet ihr hier.


Der Nächste Vortrag des Rahmenprogramms griff dann ein zurzeit heiß diskutiertes Thema auf. Berit Völzmann von Pinkstinks Germany hielt einen spannenden Vortrag zu Sexismus in der Werbung und rechtliche Rahmenbedingungen in diesem Bereich. Dem Zuhörer wurde bewusst, wie oft und teilweise unbewusst Geschlechtsrollenstereotypen genutzt werden, um ein Produkt an den Mann oder die Frau zu bringen. Dass es kaum rechtliche Normen gibt, sondern die Werbewirtschaft mit dem Deutschen Werberat nur ein Selbstkontrollgremium hat, war eine weitere Erkenntnis des Abends. Dieser handelt jedoch nur, wenn Bürger sich bei ihm über Werbung beschweren. Er prüft diese dann und rügt die Firmen, sofern er einen Verstoß sieht. Rechtliche Handhabe hat er jedoch nicht.


Natürlich wird die Ausstellung auch durch zahlreiche Führungen begleitet. So führte Kurator Christoph Danelzik-Brüggemann eine Gruppe Interessierter am 23. April zum Thema „Werbemetropole Düsseldorf“ durch die Ausstellung. Alte und neue Werbespots, die hier das Licht der Welt erblickten, kamen ebenso vor wie Bruno, das HB-Männchen, das ein echter Düsseldorfer ist.

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Einen höchst prominenten Besucher können wir übrigens auch schon verbuchen. Otto Waalkes kam spontan am Tag seines Auftrittes in Düsseldorf im Museum vorbei und ließ sich von Kuratorin Stefanie Weißhorn durch die Ausstellung führen. Anschlißend musste natürlich noch ein Foto gemacht werden.

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Für weitere Infos und Termine zu unserem Rahmenprogramm schaut doch mal auf unserer Homepage vorbei.

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