(W)erben für Lore – Kooperation mit der Lore-Lorentz-Schule

20170618_150216Unter dem Motto (W)erben für Lore lud die Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf-Eller am vergangenen Sonntag in Kooperation mit dem Stadtmuseum in ihre Räumlichkeiten ein. Anlass war das 70jährige Bestehen des Kom(m)ödchens, deren Werbeplakate in der Schule ausgestellt sind. Durch die Umbenennung der Kollegschule Kikweg in Lore-Lorentz-Schule 1998 wurde die Mitbegründerin des mittlerweile ältesten deutschen politisch-literarischen Kabaretts gewürdigt.

Trotz des schönen Wetters fanden sich nun einige Interessierte für eine Führung durch die Schule ein, denn die Führung wurde nicht durch irgendwen gehalten. Zunächst sprach Prof. Wilfried Korfmacher von der Hochschule Düsseldorf, der die Kooperation zwischen der Schule und dem Stadtmuseum einfädelte. Er war auch für die Gestaltung der Werbung für die Sonderausstellung verantwortlich.
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Keyowrker Communiqué #3 – Werbung der Immobilienbranche

weisse VillenWerbung für Immobilien bietet ein großes Spektrum verführerischer Versprechen für Geldanlage und Wohnen, wobei alle Register der Werbung gezogen werden. Allzu oft steht das Beworbene jedoch in eklatanter Diskrepanz zur Realität.

So versprechen „idyllische Gärten mitten in der Stadt“ die Verbindung zweier Gegensätze, die Qualität der Vorstadt und die urbane Lebendigkeit. Erstrebte man noch vor kurzem die Villa mit Garten im grünen „Speckgürtel“ der großen Städte, zieht es die wohlhabende Klientel wieder vermehrt in die Stadt. Die Entwickler größerer Wohnprojekte preisen diese an als „urban villages“, „Lebens- und Erlebniswelten“ und versprechen ein „neues Wohn- und Loft-Feeling“ – Lebensart als Kaufargument: „Wer hier einzieht, fühlt sich gleich mit allen Sinnen zu Hause“.
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Die Obdachlosenzeitung fiftyfifty – Werbung und Kunst für den guten Zweck

Seit 1995 erscheint in Düsseldorf die Obdachlosenzeitung fiftyfifty. Wie die ersten Straßenzeitungen der Gegenwart (vor allem The Big Issue, London, seit 1991) schuf fiftyfifty ein Forum für Themen, die das Leben am Rande der Gesellschaft betreffen. Zugleich ermöglicht der Erlös aus dem Verkauf der Zeitung Obdachlosen, Geld zu verdienen, anstatt betteln zu müssen. Seit der Gründung wurden weit über zehn Millionen Zeitungen verkauft und damit über zehn Millionen Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Wohnung geschaffen.

Ausstellung
Foto © Medienzentrum Rheinland Stefan Arendt

Die Zeitung ist nicht das einzige Projekt von fiftyfifty. Viel Geld wird benötigt, unter anderem für soziale Beratung und für Wohnraumbeschaffung. fiftyfifty hat im Verbund mit Partnerorganisationen bereits über 5.000 Menschen von der Straße geholt. Schon bald nach der Gründung der Zeitung unterstützten Künstler fiftyfifty. Jörg Immendorff fing damit an. Neben der Kunst nutzt fiftyfifty ebenfalls beinahe von Beginn an eine weitere für Düsseldorf typische kreative Quelle, die Werbung.
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Agenturportrait #1 – GREY Germany

Eine der ältesten Werbeagenturen Düsseldorfs ist GREY. 1953 wurde sie von Karl-Heinz Gramm als Werbegramm gegründet. Die Agentur konnte schon früh international agierende Konzerne als ihre KunGrey - Kopie (2)den gewinnen, so zum Beispiel auch Procter & Gamble, zu denen Marken wie Lenor, Pampers oder Oral-B gehören. In den USA hatte die Firma einen Vertrag mit der Grey Advertising Inc., die im Zuge der Expansion ihres Kunden ebenfalls Anfang der 1960er nach Deutschland kam, um geeignete Partner für ein internationales Geschäft zu suchen. Grey Advertising Inc. wurde bereits 1917 von Larry Valenstein unter dem Namen Grey Studios ins Leben gerufen. Nach der Spezialisierung auf Werbung, änderte man auch den Namen. Schließlich wollte die Agentur in den 1960er Jahren ein globales Netzwerk aufbauen, zu dem in der Folge auch Werbegramm gehörte.

Heute ist GREY Germany ein Verbund deutscher Kommunikationsdienstleister, der nicht nur „klassische“ Werbung anbietet. Seit 2008 sitzen alle Abteilungen der Düsseldorfer Agentur am Platz der Ideen in Düsseldorf Derendorf. Partneragenturen gibt es in Berlin und München, aber den Hauptsitz aus Düsseldorf zu verlegen, wie dies einige große Agenturen schon getan haben, war nie ein Thema.
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Keyworker Communiqué #2 – Werbung im Stadtbild

Das Stadtbild und Werbung sind nicht mehr voneinander zu trennen. Was macht Werbung mit dem Erscheinungsbild einer Stadt? Ist sie Zeichen für die boomende, moderne, pulsierende Metropole? Bedeutet Werbung also eine Bereicherung oder ist sie kritisch zu hinterfragen?

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Keyworker-Communiqué #1 – Wahlwerbung

In dieser neuen Rubrik schreiben die an der Sonderausstellung mitwirkenden Keyworker – ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich für das Stadtmuseum einsetzen – über verschiedene Aspekte rund um das Thema Werbung. Heute geht es um Wahlwerbung.

Politische Werbung ist im Kern Werbung von Parteien um Wählerstimmen. Sie konzentriert sich deshalb auf die Wochen und Monate vor Wahlen. Das war schon in der Weimarer Republik so, nachdem politische Werbung 1919 erlaubt worden war. Ihren Höhepunkt erreichte diese Methode bei den „Wahlen“ und Abstimmungen des „Dritten Reichs“, die allerdings weder allgemein noch frei waren. Dass ganze Innenstädte mit Bannern und Transparenten zugepflastert waren blieb den Bundesbürgern seit 1945 zwar erspart, doch wie im aktuellen nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf zu beobachten ist, scheinen die Parteien noch immer der alten Werbeprämisse zu folgen, dass mehr Werbung mehr „Umsatz“ verspricht.

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Eine Ausstellung läuft an – Rückblick Teil III

AusstellungDie Ausstellung ist seit Mitte Februar eröffnet, die Arbeit geht jedoch weiter. Damit die Düsseldorfer im großen Stil auf die Ausstellung aufmerksam wurden, haben wir Großplakate mit dem Logo im Stadtraum plakatiert. Dank der MOPLAK GmbH und der Düsseldorf Tourismus GmbH konnten wir diese Aktion bis jetzt schon mehrfach widerholen. Zusätzlich zu den Plakaten, hat Prof. Korfmacher uns auch einen kleinen Werbeclip produziert, der auf Infoscreens in der U-Bahn-Haltestelle Heinrich-Heine-Allee lief. Weiterlesen „Eine Ausstellung läuft an – Rückblick Teil III“