Keyworker-Communiqué #5 – Werbe-Ikone Charles Wilp: ein Garant für Außergewöhnliches

RWB21506-007Im Jahr 1974 ist Charles Wilp auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn angekommen und so bekannt wie ein bunter Hund. Für manche ist er der Werbe-Papst oder das Enfant terrible der Werbung, für andere ist er der documenta-Künstler, wiederum für andere einfach nur ein Spinner. Er hat Aufträge satt und Geld wie Heu.

Seine Karriere als Portraitfotograf beginnt im Palais Schaumburg, wo er den Bundeskanzler Konrad Adenauer für die Allgemeine Sonntagszeitung ablichtet. Das Foto zeigt Adenauer, wie dieser, nachdenklich seinen Kopf in die Hand gestützt, über die Weltgeschichte zu philosophieren scheint. Das Magazin Der Spiegel bringt das Foto mit der Bildunterschrift: „Der Kanzler hat Sorgen.“
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Keyworker Communiqué #3 – Werbung der Immobilienbranche

weisse VillenWerbung für Immobilien bietet ein großes Spektrum verführerischer Versprechen für Geldanlage und Wohnen, wobei alle Register der Werbung gezogen werden. Allzu oft steht das Beworbene jedoch in eklatanter Diskrepanz zur Realität.

So versprechen „idyllische Gärten mitten in der Stadt“ die Verbindung zweier Gegensätze, die Qualität der Vorstadt und die urbane Lebendigkeit. Erstrebte man noch vor kurzem die Villa mit Garten im grünen „Speckgürtel“ der großen Städte, zieht es die wohlhabende Klientel wieder vermehrt in die Stadt. Die Entwickler größerer Wohnprojekte preisen diese an als „urban villages“, „Lebens- und Erlebniswelten“ und versprechen ein „neues Wohn- und Loft-Feeling“ – Lebensart als Kaufargument: „Wer hier einzieht, fühlt sich gleich mit allen Sinnen zu Hause“.
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Keyworker Communiqué #2 – Werbung im Stadtbild

Das Stadtbild und Werbung sind nicht mehr voneinander zu trennen. Was macht Werbung mit dem Erscheinungsbild einer Stadt? Ist sie Zeichen für die boomende, moderne, pulsierende Metropole? Bedeutet Werbung also eine Bereicherung oder ist sie kritisch zu hinterfragen?

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Keyworker-Communiqué #1 – Wahlwerbung

In dieser neuen Rubrik schreiben die an der Sonderausstellung mitwirkenden Keyworker – ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich für das Stadtmuseum einsetzen – über verschiedene Aspekte rund um das Thema Werbung. Heute geht es um Wahlwerbung.

Politische Werbung ist im Kern Werbung von Parteien um Wählerstimmen. Sie konzentriert sich deshalb auf die Wochen und Monate vor Wahlen. Das war schon in der Weimarer Republik so, nachdem politische Werbung 1919 erlaubt worden war. Ihren Höhepunkt erreichte diese Methode bei den „Wahlen“ und Abstimmungen des „Dritten Reichs“, die allerdings weder allgemein noch frei waren. Dass ganze Innenstädte mit Bannern und Transparenten zugepflastert waren blieb den Bundesbürgern seit 1945 zwar erspart, doch wie im aktuellen nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf zu beobachten ist, scheinen die Parteien noch immer der alten Werbeprämisse zu folgen, dass mehr Werbung mehr „Umsatz“ verspricht.

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