Keyworker-Communiqué #7 – Henkels Nachhaltigkeit als Imagebildung

Henkel ist wohl die bekannteste Marke, die aus Düsseldorf kommt. Der Stammsitz in Düsseldorf-Holthausen ist wichtiger Arbeitgeber für die Region und Impulsgeber für wegweisende Innovationen. Zu einer dauerhaft erfolgreichen Markenpolitik gehört nicht nur die permanente Pflege der Produkte starker Marken, wie Persil, Pril, Somat, Schauma, Fa sowie Pattex, Ponal, Pritt und Loctite, sondern auch die Verbreitung vertrauenswürdiger Orientierungssignale.

Ausstellung
Ausstellungsansicht mit Werbung für Persil, Foto © Medienzentrum Rheinland Stefan Arendt

Henkel ist seit über 140 Jahren mit Produkten erfolgreich, die dem Verbraucher einen erkennbaren Nutzen bringen und darüberhinaus eine Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt erkennen lassen, die nicht ausschließlich profitorientiert ist. Bereits in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die verwendeten Rohstoffe für Produkte und Verpackungen auf Umweltverträglichkeit untersucht. Die bis heute kontinuierlich fortgeführten Verbesserungen bei der Umwelt- und Ressourcenschonung haben Henkel in die weltweit führende Gruppe von Unternehmen geführt. Seit vielen Jahren wird Henkel von verschiedenen, weltweit agierenden, unabhängigen Ratingagenturen bei Nachhaltigkeitsrankings mit Spitzenplätzen ausgezeichnet.
Weiterlesen „Keyworker-Communiqué #7 – Henkels Nachhaltigkeit als Imagebildung“

Advertisements

Keyworker-Communiqué #6 – Was darf Werbung?

Darf Werbung mit allen Mitteln arbeiten, um die Produkte oder Dienstleistungen an den Mann oder die Frau zu bringen? Nicht nur der Konsument, auch die deutschen Gerichte befassen sich mit dieser Frage…

Anfang der 1990er Jahre erzeugten Plakate, die Werbung für Strickwaren machen sollten, in der Bundesrepublik einen Aufschrei. Auf einem der Plakate ist die blutbefleckte Original-Kampfmontur des erschossenen Kroaten Marinko Grago zu sehen. Sogar das Einschussloch auf dem T-Shirt des Soldaten aus dem Bosnienkrieg kann man erkennen. So mancher, der dieses Plakat des Bekleidungsunternehmens Benetton vor Kurzem in unserer Ausstellung „Werbung. Die Kunst der Kommunikation“ gesehen hat, mag sich gefragt haben: „Darf denn Werbung eigentlich alles, solange sie nur funktioniert?“

Ausstellung
Ausstellungsansicht mit dem Werbeplakat für United Colors of Benetton, Foto © Medienzentrum Rheinland Stefan Arendt

„Zynisch, schamlos und grässlich“ so urteilten seinerzeit die einen. Es wurde als geschmacklos empfunden, mit solchen Methoden Werbung zu machen und mit toten Menschen den Umsatz zu steigern. Die anderen sagten: „Man kann vor den Konsequenzen des Krieges nicht die Augen verschließen. Den Menschen muss bewusst werden, dass es im Krieg immer nur Verlierer gibt.“ Wer hat recht? Handelt es sich um reine Aufmerksamkeits-Werbung, mit der Benetton das Elend des toten Soldaten zum eigenen finanziellen Vorteil ausbeutet? Oder nutzte Benetton seine Marktmacht und Popularität dazu, um mit der Plakatwerbung einen Appell gegen den Krieg zu richten?
Weiterlesen „Keyworker-Communiqué #6 – Was darf Werbung?“

Keyworker-Communiqué #5 – Werbe-Ikone Charles Wilp: ein Garant für Außergewöhnliches

RWB21506-007Im Jahr 1974 ist Charles Wilp auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn angekommen und so bekannt wie ein bunter Hund. Für manche ist er der Werbe-Papst oder das Enfant terrible der Werbung, für andere ist er der documenta-Künstler, wiederum für andere einfach nur ein Spinner. Er hat Aufträge satt und Geld wie Heu.

Seine Karriere als Portraitfotograf beginnt im Palais Schaumburg, wo er den Bundeskanzler Konrad Adenauer für die Allgemeine Sonntagszeitung ablichtet. Das Foto zeigt Adenauer, wie dieser, nachdenklich seinen Kopf in die Hand gestützt, über die Weltgeschichte zu philosophieren scheint. Das Magazin Der Spiegel bringt das Foto mit der Bildunterschrift: „Der Kanzler hat Sorgen.“
Weiterlesen „Keyworker-Communiqué #5 – Werbe-Ikone Charles Wilp: ein Garant für Außergewöhnliches“

Keyworker Communiqué #4 – Zwischen Kauf und Verkauf lauert die Sünde: Die Privatsammlung von Prof. Scheele

Wie man sich mit dem Thema Werbung wissenschaftlich fundiert, aber auch mit einer großen Portion Humor beschäftigen kann, erlebten wir in der Privatsammlung von Prof. Dr. Walter Scheele. Er war als Leiter einer Werbeagentur, aber auch als Hochschuldozent ein ausgewiesener Fachmann auf seinem Gebiet und kannte alle Methoden und Wirkungsweisen von Werbung.

Weil er sich für die Geschichte der Werbung interessierte, hielt Walter Scheele seit den 1970er-Jahren Vorträge darüber, die großen Zuspruch fanden. Er legte eine Studiensammlung an, um das Thema anschaulich zu präsentieren. Schließlich fasste er sein Wissen in einem Buch zusammen. Es erschien im Jahr 1979 unter dem Titel „Zwischen Kauf und Verkauf lauert die Sünde. Jahrhunderte der Werbung in Geschichten und Bildern“. Den Titel entlieh Scheele dem Alten Testament. Im Buch Jesus Sirach, Kap. 27, Vers 2 (Einheitsübersetzung), heißt es: „Zwischen zwei Steine lässt sich ein Pflock stecken; so drängt sich zwischen Kauf und Verkauf die Sünde.“

Ausstellung
Weiterlesen „Keyworker Communiqué #4 – Zwischen Kauf und Verkauf lauert die Sünde: Die Privatsammlung von Prof. Scheele“

Keyworker Communiqué #3 – Werbung der Immobilienbranche

weisse VillenWerbung für Immobilien bietet ein großes Spektrum verführerischer Versprechen für Geldanlage und Wohnen, wobei alle Register der Werbung gezogen werden. Allzu oft steht das Beworbene jedoch in eklatanter Diskrepanz zur Realität.

So versprechen „idyllische Gärten mitten in der Stadt“ die Verbindung zweier Gegensätze, die Qualität der Vorstadt und die urbane Lebendigkeit. Erstrebte man noch vor kurzem die Villa mit Garten im grünen „Speckgürtel“ der großen Städte, zieht es die wohlhabende Klientel wieder vermehrt in die Stadt. Die Entwickler größerer Wohnprojekte preisen diese an als „urban villages“, „Lebens- und Erlebniswelten“ und versprechen ein „neues Wohn- und Loft-Feeling“ – Lebensart als Kaufargument: „Wer hier einzieht, fühlt sich gleich mit allen Sinnen zu Hause“.
Weiterlesen „Keyworker Communiqué #3 – Werbung der Immobilienbranche“

Keyworker Communiqué #2 – Werbung im Stadtbild

Das Stadtbild und Werbung sind nicht mehr voneinander zu trennen. Was macht Werbung mit dem Erscheinungsbild einer Stadt? Ist sie Zeichen für die boomende, moderne, pulsierende Metropole? Bedeutet Werbung also eine Bereicherung oder ist sie kritisch zu hinterfragen?

20160311_113421
Weiterlesen „Keyworker Communiqué #2 – Werbung im Stadtbild“

Keyworker-Communiqué #1 – Wahlwerbung

In dieser neuen Rubrik schreiben die an der Sonderausstellung mitwirkenden Keyworker – ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich für das Stadtmuseum einsetzen – über verschiedene Aspekte rund um das Thema Werbung. Heute geht es um Wahlwerbung.

Politische Werbung ist im Kern Werbung von Parteien um Wählerstimmen. Sie konzentriert sich deshalb auf die Wochen und Monate vor Wahlen. Das war schon in der Weimarer Republik so, nachdem politische Werbung 1919 erlaubt worden war. Ihren Höhepunkt erreichte diese Methode bei den „Wahlen“ und Abstimmungen des „Dritten Reichs“, die allerdings weder allgemein noch frei waren. Dass ganze Innenstädte mit Bannern und Transparenten zugepflastert waren blieb den Bundesbürgern seit 1945 zwar erspart, doch wie im aktuellen nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf zu beobachten ist, scheinen die Parteien noch immer der alten Werbeprämisse zu folgen, dass mehr Werbung mehr „Umsatz“ verspricht.

IMG_9217a Weiterlesen „Keyworker-Communiqué #1 – Wahlwerbung“